Summer of Pioneers – Grabow
Fagus Werk in Alfeld

Landleben auf Probe

Die Idee

Alfeld hat alles: Weltklasse-Architektur, ein Wanderparadies vor der Haustür und jetzt auch noch den ersten Summer of Pioneers in Niedersachsen. Bewirb dich und verbringe sechs Monate in der schmucken Kleinstadt zwischen Hannover und Göttingen.

Bewerbungen sind noch bis zum 15. April möglich. 

Am 08. April laden wir alle Interessierten zum Online-Infoabend ein. 

Das Projekt

Summer of Pioneers

Hast du Lust auf einen Neustart im Ländlichen, aber auch etwas Angst, deshalb direkt die Wohnung in der Großstadt zu kündigen? Hast du Ideen, für die dir Räumlichkeiten fehlen?

Möchtest du zusammen mit anderen Menschen eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung vorantreiben und aktiv eine nachhaltige Zukunft gestalten? Dann bist du beim Summer of Pioneers in Alfeld in bester Gesellschaft.

Willkommen in Alfeld!

Erstmals in Niedersachsen

Viele Probleme typischer Kleinstädte sucht man in Alfeld vergebens. Alfeld ist ein Stück heile Welt. Ein Problem allerdings teilt sich Alfeld mit fast allen anderen Städten vergleichbarer Größe: das Ladensterben in der Innenstadt. Aus diesem Grund haben sich Bürgerinnen und Bürger, sowie Gewerbetreibende in der Standortgemeinschaft Innenstadt Alfeld zusammengeschlossen und den Summer of Pioneers in die Region geholt.

Das Ziel ist es, gemeinsam mit euch Ideen für eine lebendige Innenstadt zu entwickeln, diese direkt zu testen und so zu einer nachhaltigen Transformation beizutragen, die die Innenstadt in eine lebendige Bühne für die Bürger verwandelt. Euch wollen wir den Neustart auf dem Land dabei so angenehm wie möglich gestalten. Alle Pioniere erhalten eine möblierte Wohnung, einen kostenlosen Platz im Coworking Space und Zugang zu einer Gemeinschaft engagierter Macher:innen aus nah und fern.

Summer of Pioneers Standorte

Wir suchen dich

Eure Bewerbung

Als Teilnehmer:in des Summer of Pioneers profitierst du vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026 von einem Rundum-Sorglos-Paket, bestehend aus einer möblierten Wohnung mit Internetzugang sowie einem kostenlosen Platz im Coworking Space. Als Gegenleistung bitten wir dich um deine Kreativität und dein Engagement für Alfeld. Das können kulturelle Veranstaltungen, Workshops mit Wissenstransfer oder Ideen zur Nutzung von Leerständen sein. Wir können dabei auf der Erfahrung der vergangenen sieben Jahre und neun Standorten aufbauen. Gerne teilen wir unser Wissen. Genauso gerne unterstützen wir euch aber auch bei der Umsetzung neuer Ideen. Sechs Monate lang dürfen wir nach Herzenslust testen, wie Innenstädte aussehen könnten, in denen nicht mehr der Handel, sondern die Lebensqualität im Mittelpunkt steht.

Keine Sorge: Wir erwarten kein Ehrenamt in Vollzeit. Uns ist bewusst, dass die meisten Teilnehmer:innen mit einem digitalen Vollzeitjob anreisen. Umgekehrt wäre der Summer of Pioneers für dich aber wohl nicht die richtige Wahl, wenn du ein entspanntes Sabbatical planst. Der Summer of Pioneers ist eine intensive Erfahrung – sowohl für euch als auch für die Region. Unser Anspruch ist es, aus jedem Standort einen Leuchtturm für eine gemeinwohlorientierte Zukunft auf dem Land zu machen.

Bewerbungsschluss ist der 15. April 2026.

Alfeld – Welterbe-Stadt an der Leine

Der Standort

Alfeld steht gut da. Beginnen wir mit dem Lageglück. In weniger als 30 Bahnminuten ist man in Hannover und in etwas mehr als 30 Bahnminuten erreicht man Göttingen. Beide Städte sind studentisch geprägt und haben ein reiches Kulturangebot. Auch in Alfeld selbst sorgen zahlreiche Vereine und Initiativen für eine lebendige Stadt. Erst vor zwei Jahren hat eine Alfelder Unternehmerin der Stadt nach langem Leerstand ihr Kino zurückgegeben. Zahlreiche Feste sorgen zudem über das Jahr verteilt dafür, dass auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone immer wieder vor lauter Menschen kaum noch der Boden zu erkennen ist.

Überregional bekannt ist Alfeld aber vor allem für das Fagus-Werk. Bauhaus-Gründer Walter Gropius schuf hier seinen ersten Industriebau und setzte damit direkt Maßstäbe, die unübertroffen blieben. Nach einer umfangreichen Sanierung wirkt das weitläufige Ensemble wieder wie neu. Teile des Gebäudes können besichtigt werden. Andere Teile sind nicht öffentlich zugänglich, denn im Fagus-Werk wird immer noch das hergestellt, wofür die Firma gebaut wurde: Schuhleisten. Das Fagus-Werk wurde vor 15 Jahren in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen und ist eines von nur 55 Denkmälern, die in Deutschland diesen Status genießen.

Für Architektur-Liebhaber hat Alfeld aber auch jenseits des Fagus-Werks viel zu bieten. Die Stadt kam ohne nennenswerte Schäden durch die zwei Weltkriege. Zahlreiche baukulturell bedeutsame Gebäude blieben so erhalten und verleihen der Innenstadt einen ganz besonderen Zauber. Immer wieder brechen moderne Elemente mit dem historischen Erbe. So wurde beispielsweise die Warne wieder freigelegt und darf nun durch die Fußgängerzone plätschern. 

 

Jenseits der Altstadt haben sich zahlreiche größere und kleinere Betriebe angesiedelt und sorgen so für eine vielfältige und resiliente Wirtschaft. Zu den größten Arbeitgebern zählt neben dem Fagus-Werk eine Papierfabrik und ein Schweizer Baumaschinenhersteller. Die goldenen Jahre von Alfeld liegen aber in vorindustrieller Zeit. Als Mitglied des Sächsischen Städtebunds war Alfeld indirekt Teil des Hansebunds und kam so im 15. Jahrhundert durch den Handel mit Bier, Hopfen und Leinen zu frühem Wohlstand. In jüngerer Vergangenheit brachte es Alfeld sogar zum Weltmarktführer, allerdings in einer eher zweifelhaften Branche: dem Handel mit exotischen Tieren. Auch dieses Kapitel gehört aber der Vergangenheit an.

Und was ist mit der Zukunft? Nun, dafür seid ihr eingeladen. Tatsächlich wirkt insbesondere die Fußgängerzone so, als könne sie gute neue Ideen gebrauchen. Unsere Erfahrung zeigt aber: Ideen alleine sind nicht genug. Transformation gelingt dort, wo man unmittelbar erfahren kann, wie neue Ansätze eine Stadt verändern können. Und auch wenn sich zeigt, dass bestimmte Ideen nicht zünden, ist auch diese Erfahrung wertvoll.

Bei uns gilt daher das Motto: Nicht grübeln, sondern dübeln. Beim Summer of Pioneers geht es nicht um Machbarkeitsstudien und Konzepte für die Schublade. Wir laden euch ein, ins Tun zu kommen und so unmittelbar zu erleben, was funktioniert und was (noch) nicht.

Lars Rogge

Ich bin begeistert, dass der Summer of Pioneers 2026 nach Alfeld kommt. Wir sind die „Vorstadt“ von Hannover und Göttingen – beide in nur gut 30 Bahnminuten erreichbar. Die günstigen Mieten, eine tolle Lebensqualität in wunderschöner Landschaft und die vielen Aktivitäten vor Ort machen Alfeld hochattraktiv.

Lars Rogge, 1. Vorsitzender der Standortgemeinschaft Innenstadt Alfeld

 

Der Coworking Space

Derzeit wird in der Innenstadt für euch ein neuer Coworking Space eingerichtet. Weitere Fotos folgen. 

Die Wohnungen

Wir bemühen uns um einen guten Mix aus kleinen und größeren Wohnungen. Ihr könnt alleine, als Paar, als Familie oder gemeinsam mit anderen Teilnehmer:innen in einer WG wohnen.

Derzeit werden die Wohnungen für euch noch ausgewählt und möbliert. Fotos und Details folgen.  

Schon jetzt könnt ihr euch darauf verlassen, dass kein Zimmer mehr kosten wird als 195 € im Monat – sämtliche Nebenkosten, sowie euer Platz im Coworking Space sind mit dieser Pauschale bereits abgedeckt.